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Karpathos
Nach langem Überlegen ging es für mich nun zum vierten mal über den Sommer zum Arbeiten nach Karpathos! Am Flughafen in Karpathos angekommen wurde ich von meinem Teamkollegen Mauricio empfangen. Er war bereits seit einer Woche auf der Insel! Ich kannte die Insel schon sehr gut, da ich die letzten Sommer immer dort verbracht hatte. Dass was mich auf der Insel hält ist der beständige Wind in den Sommermonaten! Beste Reisezeit ist zwischen Anfang Juni und Ende September da kann man fast von einer 100%igen Windausbeute ausgehen! Mauricio und ich verbrachten 2 Monate am Luv – Spot des Pro Center Chris Schill als Stationsleiter (www.chris-schill.com). Chris Schill hat auf der Insel 3 Stationen: Die Mainstation in der Devilsbay, die Lagune wo unter anderem die Schulungen stattfinden und den „Wellenspot“ Luv – Spot.


In der Devilsbay ist der Wind immer um ein bis zwei Windstärken stärker als in der Lagune und am Luv – Spot. Der Spot eignet sich hervorragend für Speedfahrer und Hardcorefreestyler die auf flaches Wasser und starken Wind abfahren. Der Wind bläst ablandig von links. Wenn man ein wenig abfällt entsteht eine nette Windwelle zum springen! Es besteht auch die Möglichkeit von der Devilsbay in die Lagune zu surfen!


Die Lagune eignet sich perfekt zum Freestylen auch hier weht der Wind komplett ablandig! Das Wasser ist auch bei 8 Windstärken flach wie ein Parkettboden. Es befinden sich drei Surfstationen in der Lagune. Da man dort überall stehen kann ist es für Anfänger ideal. Durch die vielen Schulungen die dort stattfinden wird die Lagune leider sehr schnell voll und man muss in den Kanal ausweichen.


Wenn der Wind in der Devilsbay und Lagune zu stark wird kann man noch an den Luv – Spot ausweichen. Dort hat es meistens 1 – 2 Windstärken weniger.


Der Wind weht sideshore von rechts. Er ist in der Bucht etwas böig, sobald man jedoch diese hinter sich gelassen hat weht er konstant und gleichmäßig. Am Ende der Bucht befinden sich einige Steinplatten im Wasser vor denen man sich in acht nehmen sollte. Rechts von der Steinplatte kann man jedoch, wenn der Wind sehr stark ist mit tollen steilen Rampen zum Springen rechnen! Als ich heuer auf der Insel ankam war dies auch der Fall und wir sind in den ersten Wochen am Luv – Spot kaum größere Segel als 4,2 m² gefahren. Wir hatten durchgehend Starkwind bis in zur ersten oder zweiten Augustwoche. Dann kamen Gott sei dank die ersten Flautentage zum Heilen der Wunden!


Mauricio und ich bekamen dann auch noch Besuch von unserem Teamkollegen Rene Berger, der die Insel zum zweiten mal heimsuchte. Als dann der Speedworldcup Ende August am Programm stand, bekamen wir Besuch vom Tom der seinen persönlichen Speedrekord auf der Insel brechen wollte. Alle waren da!!! Nur der Wind schlief nach drei Tagen ein. Die spärlichen drei Tage mit Wind waren dann keine Starkwindtage sonder relativ moderat! Typisch - nach dem Worldcup kam der Wind mit voller Stärke zurück. Nun war mein Aufenthalt auf der Insel auch schon fast wieder vorbei, denn Anfang September ging es für mich auch schon wieder nach Hause!

Ein paar persönliche Surftipps in Karpathos sind:
1. Wenn der Wind von der Normalwindrichtung NW auf W dreht, ist der Wind am Luv –Spot meistens stärker als wie an den üblichen Spots. Man kann dann mit sehr großen Dünungswellen rechnen, die sich in der Nähe der Steinplatten zum Abreiten und Springen eignen. Das einzige Problem ist, dass der Wind meistens nicht so stark weht wie man es in Karpathos gewohnt ist. Am besten funktioniert es, wenn der Wind in der Nacht auf W dreht und am Tag danach wieder die gewohnte Windrichtung NW einschlägt. Dies passiert im Sommer nicht sehr oft. Diese Tage sind dann aber ein absolutes MUSS den Tag am Luv – Spot zu verbringen. 2. Wenn der Wind nicht so stark weht und man in der Devilsbay gemütlich mit 4,2 - 4,7 m² hin und her fährt, jedoch die Bucht sehr voll mit Surfern ist, kann man am Luvspot trotzdem einen wunderschönen Surftag erleben. Es gibt dann dort zwar nur Wind für das 5,4 – 5,8 m² Segel, der Vorteil ist das man die Bucht fast für sich alleine hat. Somit steht einem entspannten Surftag nichts mehr im Wege. Durch den leichten Wind hat man schöne Freestyle und Freeride – Bedingungen. Essen und Trinken:
Im Süden der Insel gibt es nicht sehr viele Restaurants. Am Flughafen findet man einen netten griechischen Imbiss, der für die kleine Brieftasche und den großen Hunger genau das richtige ist! In der Lagune befindet sich eine schöne griechische Taverne mit ausgezeichneten griechischen Spezialitäten. Auch im Irini Hotel zwischen Lagune und Devilsbay kann man das Essen sehr empfehlen. Am Luv – Spot gibt es auch einen griechischen Imbiss, wo man nicht nur mit Essen sondern auch mit guten Ouzo bedient wird. Auf der Insel gibt es noch viele gute empfehlenswerte kleine Restaurants. Diese sollte man dann aber selber entdecken und erkunden, wenn man die Insel besucht.
Unterkünfte:
Empfehlenswert sind in der Nähe der Surfspots z.B. die Prinzess Studios, Sea View, Eolos, Delfinia oder das Hotel Irini. Die Studios sind meistens für 2 – 4 Personen mit Küche, Bad und Terrasse. Man kann sich auch eine Unterkunft in einer anderen Ortschaft nehmen, dann sollte man sich aber auch nach einem Auto bzw. einem Moppet umschauen, denn Busse sind eine Seltenheit auf der Insel!

Karpathos ist für jeder Mann, ob Windsurfer oder nicht, einen Urlaub wert. Dort kann man hervorragend abschalten und die Ruhe und Schönheit Griechenlands in sich aufsaugen!
Harald Pollak
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