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Sumbawa
Wieder ein Sommer, in dem mein Bruder und ich uns auf die Suche nach Wellen machten. Da wir das Abenteuer und die Plätze, die für das Windsurfen weniger bekannt, suchen, entschieden wir uns für Indonesien. Informationen zu folge, die ich im Internet und in Surfmagazinen recherchiert habe, kann man auch in Indonesien, neben dem Wellenreiten, auch gut Windsurfen. Die Inselwelt von Indonesien ist ein Wellenreiterparadies, aber auch immer mehr Windsurfer begeben sich dort auf die Suche nach Wind und Wellen. Um diesen Gerüchten auf den Zahn zu fühlen, machten wir uns Ende Juli auf den Weg nach Sumbawa.
Nach einer Übernachtung in Wien, einem 11 Stunden Flug nach Bangkok, einem vier Stunden Flug nach Bali plus Übernachtung, erreichten wir endlich Sumbawa. Im Westen dieser Insel befinden sich geniale Surfbreaks wie „Super Suck“ oder „Scar Reef“. Mit Wind sieht es hier jedoch eher schlecht aus. Im Südosten befindet sich Lakey Beach. An diesem Strandabschnitt brechen drei erstklassige Wellen: Lakey Peak left und right, Lakey Pipe und Nungas.
Direkt vor dem Peak liegt das Aman Gati Hotel in dem wir uns einquartiert hatten. Es ist sicher die komfortabelste Unterkunft am Spot, jedoch auch die „teuerste“ (ca. 20 Euro/Tag).
Lakey Peak ist ein A-frame Peak. Man kann zwischen einer perfekten rechten oder linken Welle wählen. Der Wind bläst leicht sideonshore und eignet sich nicht unbedingt perfekt zum Windsurfen.
Im Luv dieser Welle befindet sich Lakey Pipe, die ihren Namen von dem legendären Spot Pipeline in Hawaii hat. Die Welle ist steil, hohl und kraftvoll und sollte vorzugsweise bei hight tide gesurft werden. Der Wind weht perfekt sideoff von links und macht diesen Spot auch perfekt zum Windsurfen. Die Welle eignet sich besonders für Aerials, verzeiht aber nicht wirklich Fehler. Man sollte ihr mit dem nötigen Respekt und Können entgegen treten.
Die Welle 300 Meter in Lee vom Peak nennt sich Nungas und ist mit Abstand die Welle, die die längsten Ritte zulässt (ca. 300m). Die erste Sektion eignet sich für schöne Carvs, in der zweiten sind dann Aerials angesagt und in der letzten wieder schöne Turns, bis die Welle ihre Kraft verliert und ausläuft. Beachtet man, dass diese Welle die einfachste ist, sollte man trotzdem ein wenig Wellenerfahrung mitbringen. Ende August bahnte sich dann ein schöner Swell an, der auch am größten Tag mit Wind verbunden war. An diesem Tag hatten wir einen perfekten Windsurftag, an den ich sicher noch lange denken werde.
Indonesien ist aber eine Wellenreiteldorado und neben unseren drei Hauswellen, erreicht man mit dem Moped in fünf bis 10 Minuten weitere Wellenreitspots wie Cobal Stone oder den schönen righthander Periscopes.
Pro:
Das Gesamtpaket stimmt in Indonesien auf jeden Fall. Wenn man sich fern ab der crowds von Bali auf die Suche nach perfekten, fast leeren Wellen begibt, wird man auf jeden Fall belohnt. Mein Bruder und ich verließen die Inselwelt von Indonesien mit wunderschönen Erlebnissen und absolut genialen Wndsurftagen. Indo ist auf jeden Fall eine Reise wert, wenn man einsame Wellen zum Windsurfen sucht und mal fern ab der bekannten Windsurfspots zum surfen gehen möchte.
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